En Labbedängeler

En Labbedängeler, dat es en Mann
dä wie er meint, su alles kann.
Ä stellt sich via, als grußer Macher
dann stellt sich raus, ä es en Lacher.

Ä bläst sich of, wie en bunter Pfau
On stellt sei Könne dann zur Schau.
Plamasch wird sichtbar, bai dem Labbes,
en Werklichkeit es ä en Flabbes.

Edith M. Barden

Labbedängeler – Angeber

Die liebste Blume mein

Das Gänseblümchen niedlich klein
wollt immer schon viel größer sein.
Drum reckt es sich bei Sonnenschein
und ist die liebste Blume mein.

So müht es sich den ganzen Tag
es glaubt, dass niemand es so mag.
Das Blümelein in seiner Not
es streckt sich bis zum Abendrot.

Der Mond in seinem Bette wiegt
und singt dabei ein fröhlich Lied.
Arm Gänseblümlein hört ihm zu
und gibt bescheiden endlich Ruh.

Edith M. Barden

Blütenduft

Im Frühling, wenn die ersten Pflänzchen,
erwärmen sich im Sonnenlicht.
Manch Blume macht ein Freudentänzchen,
Schneeglöckchen und Vergissmeinnicht.

Vorbei sind kalte Wintertage,
vorbei die lange Dunkelheit.
Vorbei sind Fröste, die mich schauern,
vorbei die triste Einsamkeit.

Am Himmel treiben kleine Wolken,
schweben leicht und sachte fort.
So wie der Wind sie bläst und drücket,
so sind sie schnell am nächsten Ort.

Dann kommt die warme Sonne wieder,
manch Blume labt im hellen Schein.
So reckt dann auch der weiße Flieder,
sich in den lauen Tag hinein.

Edith M. Barden

Blütenwunder

Seht im Frühling heller Schein
Äste glitzern, voller Knospen
Und Im Regen will es scheinen
Als wollt die Welt im Glanze sein

Moos im hellen lindengrün
drückt sich hoch an Wiesensäumen
im Asphalt der Pfützen Mulden
wäscht sich ein Vogel äußerst kühn

Märzenbecher eifrig schaut
sehnt sich nach Sonne, Wärme pur
der Sperling auf dem Lindenbaum
sich brüstet im Gesang ganz laut

Stille nun in der Natur
Ein Windstoß schlägt die Stimme weg
Der Vogel stumm in dem Geäst
Ich lausche leis der Stille nur

Edith M. Barden